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Wie finde ich den besten Quadrocopter?

21 Dez
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Sie fliegen eindrucksvolle Kunststücke und fangen fantastische Aufnahmen aus ungewohnter Perspektive ein: Drohnen, die vor allem als Quadrocopter auf dem Konsumentenmarkt angeboten werden, machen diesen Traum seit einiger Zeit auch für Privatpersonen erschwinglich.
Die hoch technisierten Geräte verfügen über ein breites Spektrum an Zusatzfunktionen und werden auch im kommerziellen Sektor für Film und Fotografie eingesetzt. Neben günstigen Einsteigermodellen für Anfänger glänzen vor allem Top-Modelle wie die DJI Phantom-Serie mit ausgefeilter Bedienung und interessanten Extras für ein noch intensiveres Flugerlebnis. Handelspreise, Einsatzgebiet und Reparaturkosten spielen für den Verbraucher und den beabsichtigten Einsatzzweck eine wichtige Rolle. Ein grober Überblick als Kaufratgeber stellt relevante Eigenschaften und das aktuelle DJI-Modell vor.

Von Miniatur bis Normalgröße: Quadrocopter in unterschiedlichen Preisregionen


In ihrer Miniaturversion ähneln Drohnen und Quadrocopter stark einem Kinderspielzeug, das durchaus Lust auf professionellere Modelle wecken kann. In ihren Maßen fallen diese ausgesprochen winzig aus, passen manchmal auf eine Handfläche und eignen sich primär für erste Flugerfahrung in abgesicherter Umgebung ohne Windgang. Dank ihres geringen Eigengewichtes mit meist weniger als 100 Gramm stecken sie Bruchlandungen gut weg.
Der größte Unterschied zur Spitzengeräten liegt in der technischen Ausstattung, einer stark eingeschränkten Reichweite mit weniger als 100 m und der Bedienung. Für bereits deutlich unter 100 € erhalten Interessierte ein Einsteigermodell für den Gebrauch in Innenräumen. Der erste Kontakt mit höher entwickelten Produkten fällt dagegen kostspieliger aus. Deren Preise erstrecken sich vom niedrig dreistelligen bis sogar in den vierstelligen Bereich. Dafür bieten sie umfangreiche Features, die ein derart hohe Investition auch rechtfertigt. Erhöhte Akkulaufzeiten, Tragefähigkeiten von hochauflösenden 4K-Kameras für Luftaufnahmen, intelligentes Flugverhalten bei Kontaktabbruch und Sichtung von Hindernissen, Stabilisierung gegen windiges Wetter, ein größerer Einsatzradius, programmierbare Flugrouten über GPS-Support – und besonders beliebt: der Flug aus der Egoperspektive über FPW-Funktion (First Person View). Speziell für diesen Zweck gibt es Live-View-Übertragung von der Onboard-Kamera oder einem selbst montierten Modell direkt auf einen integrierten Bildschirm der Fernsteuerung, eines Smartphones oder für höchste Immersion über eine 3D-Brille. Als Ausgleich gegen Erschütterung und zu nervösen Aufnahmen dient ein Gimbal als Halterung für Kameras.
Günstige Anfängergeräte bieten immerhin schon die Nutzung einer einfachen, nicht stabilisierten HD-Kamera für Testzwecke an.



Was gibt es beim Kauf noch zu beachten?


Eine geringe Akkulaufzeit kann vor allem bei ambitionierten Flugschülern schnell für Frust sorgen. Professionelle Geräte bieten teils über 25 Minuten an Ausdauer an. Weniger leistungsstarke Energiezellen geben bereits nach weniger als 10 Minuten auf. Ein leicht wechselbarer Akku und zugängliches Batteriefach sind daher wünschenswerte Optionen. Das teils beträchtliche Eigengewicht von Drohnen von mehreren Kilogramm kann durchaus eine Gefahr für die Umgebung und das Gerät selbst darstellen. Aufprallschutz, intelligente Notlandesysteme und ein robuster Transportkoffer halten unvorhergesehene Schäden in Grenzen.
Einige Hersteller bieten ihre Produkte als Bastel-Kit an und müssen erst mithilfe einer Anleitung zusammengebaut werden. Wer sofort durchstarten möchte, greift am besten zu einem RTF-Modell (Ready To Fly). Die vormontierten Geräte erlauben einen sofortigen Start, benötigen aber deutlich mehr Platz beim Transport. Eine Kollision während des Fluges ist nicht sofort mit einem Totalausfall gleichzusetzen. Hochwertige Anbieter legen ausreichend Ersatzmaterial für kritische Komponenten wie Propeller zu Reparatur- und Austauschzwecken bei. Sollten diese nicht mehr ausreichen oder schlicht das benötigte Stück fehlen, können Nutzer bei entsprechenden Ersatzteilanbietern das passende Zubehör nachkaufen.

Haftpflicht und Kennzeichnungspflicht berücksichtigen


Das Quadrocopter längst nicht mehr als Kinderspielzeug gelten, macht der Gesetzgeber mit Vorschriften zur Kennzeichnung und dem Abschluss einer Haftpflichtversicherung klar. So schränkt dieser zulässige Flugzonen stark ein, um die öffentliche Sicherheit im Verkehr auf Straßen und in der Luft nicht zu gefährden.
Besonderes Augenmerk muss auf den Flug per FPV-Brille gelegt werden, der häufig nicht vom Versicherungsschutz abgedeckt wird. Laut Gesetzgeber muss immer ein visueller Sichtkontakt zum Gerät bestehen, der nur in Begleitung einer weiteren Person mit zusätzlicher Fernbedienung gegeben wäre. Aufnahmen von Luft tangieren sehr schnell Persönlichkeitsrechte oder gelten insbesondere in Sperrzonen ohne Genehmigung als illegal. Gleichzeitig müssen Drohnen ab 250 Gramm gut sichtbar mit einer feuerfesten Plakette mit Klarname und Adresse des Besitzers gekennzeichnet werden.
Seit dem 1. Oktober 2017 gelten sogar noch weitere Bestimmungen: Drohnenflüge mit mehr als 2 kg Fluggewicht erfordern einen gültigen Flugführerschein, sofern sie nicht auf ausgewiesenen Modellflugzeugplätzen genutzt werden. Haftpflichtversicherungen sind auch für den privaten Einsatz vorgeschrieben. Zusätzliche Versicherungsmodelle decken spezialisierte und gewerbliche Bereiche ab. Da Konditionen der einzelnen Anbieter von Versicherungen abhängig von Art des Quadrocopters und Einsatzzweck sich unterscheiden, hilft ein Überblick über wichtige Details bei der Auswahl. Auf der Vergleichsseite für Versicherungen drohneversicherungsvergleich.de erhalten Nutzer einen schnellen und informativen Einblick über aktuelle Anbieter. Klar ist: Die fast uneingeschränkte Freiheit zum Zeitpunkt der Markteinführung der ersten Drohnen hat für den Privatanwender dank der Neuregelung ein durchaus nachvollziehbares Ende genommen.


DJI Phantom Advanced


Die beliebte DJI-Phantom-Serie liefert ein hochwertig abgestimmtes Konzept und ist für seine herausragende Flugeigenschaften bekannt. Die vierte Generation eignet sich für professionelle Flugeinsätze und liefert das notwendige Basisgerüst für saubere Aufnahmen oder Videos aus der Luft.
Die Montage der RTF-Models verläuft ausgesprochen schnell: per Klickanschluss rasten die Propeller über den Motoren ein – fertig. Eine überarbeitete Stabilisierung sorgt für eine optimale Gewichtsverteilung und noch wackelfreiere Bilder. Aufnahmen sind in 4K 60 FPS oder faszinierenden Slow-Motion-Impressionen auf Full HD mit bis zu 120 Einzelbildern pro Sekunde und HEVC-Codec möglich. Das sehr weitwinkelige Sichtfeld für Schnappschüsse beträgt 84 Grad (24 mm KB).
Die Drohne besitzt mit seinem 1-Zoll-Sensor dank Belichtungsreihen ein hohes Dynamikpotenzial. Der neue Akku steigert seine bereits beachtliche Leistungswerte um weitere 25 % auf 5870 mAh gegenüber dem Vorgänger. Diese liefern genug Energie für Flugzeiten von bis zu 28 Minuten während Ladezeiten des 100-Watt-Ladegerätes mit 35 Minuten angenehm kurz ausfallen. Kompatibel zu älteren Geräten ist die Energiezelle allerdings nicht.
Jeweils zwei Intertial Measurement Units (IMU) Kompass-Logs verbessern zusätzlich die Positionsbestimmung der Drohne. Als wegweisende Neuerung erlauben diese eine besonders intelligente und schnelle Hinderniserkennung, die zu automatischen Ausweichmanövern der Drohne führt. Vier vorinstallierte Kameras und Ultraschallsensoren unterstützen die dreidimensionalen Umgebungsanalyse. Vorteilhaft ist das präzise Erkennungsverfahren auch für Filmer. Mit einfachem Fingertipp über die DJI-GO-App visieren Nutzer einzelne Objekte an, die von der Kamera fortan im Fokus gehalten werden und auch für den Verfolgungsmodus dienlich ist.
Im Sportmodus erreicht das trotz Magnesiumgerüst mit 1.388 Gramm nicht gerade leichte Modell erstaunliche 72 km/h. Dank der hohen Masse und internen Sensoren bringen selbst Windstöße das Fluggerät nicht aus seiner Bahn, eine automatische Korrektur des aktuellen Standorts bei starken Schwankungen wird automatisch durchgeführt. Ohne sportliche Ambitionen erhalten Nutzer dank Geofencing und integrierte Karten Hinweise über gesperrte Zonen, bei denen absolutes Flugverbot herrscht. Die intelligente Navigation erkennt derartige Bereiche automatisch und ist somit eine praktische Unterstützung für nicht ortskundige Piloten. Bei einer Navigationsreichweite von bis zu fünf Kilometern und einer maximalen Höhe von 6.000 Metern ist diese Fähigkeit ein nicht zu unterschätzendes, wertvolles Feature.
In der Egoperspektive überträgt das Gerät Live-Bilder in noch annehmbarer HD-Qualität. Das nicht mehr produzierte Standardmodell der vierten Generation mit einer 12-Megapixel-Kamera und 1/2,3"-Zoll-Sensor ist für knapp 1000 Euro noch vereinzelt zu haben. Die Modelle DJI Phantom 4 Advanced und DJI Phantom 4 Professionell sind ab 1.399 € oder 1.699 € im Handel. Die Pro-Variante besitzt zusätzlich rückwärts und seitlich ausgerichtete Hindernissensoren und bietet dadurch zusätzlichen Schutz. Sollten dennoch durch Unachtsamkeit oder Verschleiß Schäden und Ausfallerscheinungen auftreten, sind alle wichtigen Ersatzkomponenten für eine Reparatur des wertvollen Flugobjektes erhältlich.
Und das ist alles dabei:
  • komplett vormontiert inklusive 3-Achsen-Gimbal
  • Fernbedienung und Smartphone-Halterung
  • zwei Sätze Ersatzpropeller (Quick Release)
  • Transportkoffer
  • OTG- und USB-microUSB-Kabel
  • Netzteil und Ladegerät für Akkus
  • Micro-SD-Karte 16GB
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