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Wer war eigentlich Anneliese Michel und versteht man unter Exorzismus?

Veröffentlicht in 07.09.2010
Viele können mit dem Begriff Exorzismus nicht viel mehr anfangen, als hierbei an Horrorfilme zu denken. Klar, denn wer einmal einen Film darüber gesehen hat, kann sich nicht vorstellen, dass es solche Teufelsaustreibung wirklich gegeben hat und immer noch gibt. Was ist Exorzismus eigentlich? Und wer genau war Anneliese Michel?

Der Exorzismus ist in manchen Religionen als Teufelsaustreibung durchgeführt. Es gibt oder gab sie im Christentum, Islam, Judentum, im griechischen Hellenismus, und sogar unter den Schamanen gab es Exorzisten.

Ein Exorzismus wird dann durchgeführt, wenn Menschen glauben, sie oder ein Angehöriger sei vom Teufel bzw. vom Dämon besessen. Man ruft dann einen Priester bzw. Exorzisten, der diesen Teufel versucht, auszutreiben. Oft werden dabei sehr harte Rituale durchgemacht, und die betroffene Person wird nicht mehr als Mensch, sondern als Teufel angesehen, da der Teufel ja ihr Handeln kontrolliert.

Eine interessante Geschichte über die teuflische Kirchenpraxis des Exorzismus bietet feuerbringer.com. Darin erzählt Johann Hari über Kinder, Teufelsaustreiber und die katholische Kirche.

Der wohl bekannteste Fall eines Exorzismus ist der der Anneliese Michel aus Klingenberg am Main. Ihre Geschichte war die Vorlage zum Hollywood-Horrorfilm Der Exorzismus der Emily Rose.

Anneliese Michel wurde am 21. September 1952 in Leiblfing geboren, und starb am 1. Juli 1976 in Klingenberg am Main. Sie war gläubige Katholikin, so wie viele andere in ihrem Ort zu der Zeit. In der Schule galt Anneliese Michel als hochintelligent, doch fiel sie wegen nervlicher Probleme auch auf. Nach einem Krampfanfall wurde bei ihr Epilepsie festgestellt, und auch später hatte sie mehrere gesundheitliche Probleme.

Ihre Krankheit wurde aber dann als Besessenheit angesehen, so wie das in den meisten Exorzismus-Fällen ist. Die Menschen, die daran glauben, gehen dann nicht zum Arzt, sondern rufen einen Exorzisten. Im Fall Anneliese Michel waren zwar auch Ärzte dabei, die ihr bis zu ihrem Tod Medikamente verschrieben hatten, doch sollte weiterhin ein Exorzist den Teufel bei ihr austreiben.

Doch beim Exorzismus gilt es, keine ärztliche oder therapeutische Behandlung zuzulassen, was wiederum zur Schädigung des Geistes und des Körpers führt.

Annelise Michel hatte laut Arztberichten Epilepsie und man entdeckte bei ihr eine Hirnschädigung in der Schläfe.

Kurz vor ihrem Tod hatten katholische Priester den Großen Exorzismus an ihr vollzogen, später starb sie völlig unterernährt.

Auch Galileo Mystery hat über Exorzismus berichtet.


1 Kommentar
1 Antwort von : Gast    -  09.08.2012 um 09:59:29

Besessenheit gibt es tatsächlich. Das ist Fakt, und man kann es auch sehr deutlich heraushören, (was die Tonbandaufnahmen vom Anneliese Michel betrifft), allerdings kann nur Jesus Christus alleine das Böse austreiben, das können u. U. auch tiefe Verletzungen sein, ausgelöst durch andere Menschen.


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